Ein neugieriger Schafbock mit gebogenen Hörnern blickt direkt in die Kamera – Symbol fĂŒr den Neuanfang in der Schafhaltung.

#ThrowbackTuesday – mit Ausblick

Heute jĂ€hrt sich zum achten Mal der Tag, an dem die ersten Schafe zu uns kamen – Benni, Fritzle und Felix.
Was damals im Garten begann, war ein Sprung ins Unbekannte. Heute – acht Jahre spĂ€ter – blicken wir zurĂŒck auf eine Zeit voller Lernen, Lachen, Herausforderungen und echter Verbindung zur Natur. Und wir schreiben ein neues Kapitel.


đŸ•Šïž Die RĂŒckkehr – fĂŒnf Schafe auf neuer Mission

Was viele noch nicht wissen: Seit rund sechs Wochen stehen wieder fĂŒnf Schafe auf unserer Wiese.
Nach einer Pause im letzten Jahr ist das nicht selbstverstĂ€ndlich – sondern das Ergebnis eines inneren Prozesses, eines Impulses, der uns berĂŒhrt hat.

Denn immer wieder begegnete mir in den letzten Wochen das Evangelium von den Fischern am See:

„Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen.“ (Johannes 21,6)

Und ist ein Weidenetz nicht wie ein Fischernetz?

Die JĂŒnger hatten die ganze Nacht gefischt – ohne Erfolg. Und doch: Auf Jesu Wort hin wagen sie den nĂ€chsten Wurf. Und das Netz fĂŒllt sich.

Diese Geschichte wurde zum SchlĂŒssel fĂŒr uns. Nicht alles ist klar, nicht alles ist wirtschaftlich gesichert. Aber wir wollten es nochmal wagen. Und so kam es, dass wir fĂŒnf Schafe ausgeliehen haben – als eine Art sanfter Neuanfang. Vielleicht ist es ein Experiment. Vielleicht ein neuer Weg. Vielleicht beides.


✹ RĂŒckblick: Wie alles begann

Unsere Schafhaltung begann 2017. Ein Kollege hatte drei LĂ€mmer gerettet, die nicht mehr von ihren MĂŒttern angenommen wurden. Die Frage, ob wir sie ĂŒbernehmen wollen, traf uns unerwartet – aber irgendwie auch genau richtig.
Mit einem zögerlichen Ja und viel Improvisation begann unser Weg – mit drei FlaschenlĂ€mmern, bockspringend durch den Garten.

Was folgte, war eine intensive Lernphase: Weidebau, Gesundheit, BĂŒrokratie, Futterversorgung, Schafverhalten. Die Herde wuchs – zeitweise auf 35 Tiere.

Wir entwickelten eine kleine Woll-Manufaktur, experimentierten mit Nachhaltigkeit, KreislĂ€ufen, regionaler Produktion. Es war mehr als ein Hobby – es war ein Herzensprojekt.


🌿 Dann kam die Pause – und jetzt?

2024 legten wir das Projekt auf Eis. Zu groß waren die Belastungen, zu ungewiss die Perspektive. Doch die Geschichte war nicht zu Ende. Sie machte nur kurz Halt.

Jetzt, mit den fĂŒnf neuen Schafen, beginnt ein neues Kapitel.
Noch nicht laut, aber klar spĂŒrbar. Noch nicht mit Plan – aber mit Hoffnung.
Und mit dem Wunsch, das Netz auf der rechten Seite auszuwerfen.


đŸ€ Danke – und vielleicht auch: Willkommen zurĂŒck?

Danke an alle, die diesen Weg begleitet haben. Ob als Helfer:in, Wollfreund:in, Berater:in oder einfach stille:r Mitleser:in.

Wenn du Ideen, offene Ohren, Kontakte oder Gedanken hast – wir freuen uns ĂŒber Austausch.
Vielleicht wird aus fĂŒnf Schafen wieder mehr. Vielleicht bleibt es klein. Aber es lebt – und es bewegt.


Der erste Tag bei uns im Garten

Wie alles begann?

Die Geschichte findet ihr hier.

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