Mehr als “nur” Rasen-Mähen.

Wofür sind Beweidungen mit Schafen gut? Worin liegen die Vorteile?

Durch die Beweidung mit Schafen

  • steigert sich die Pflanzen-Artenvielfalt auf den Flächen. Samen von verschiedenen Blumen und Kräutern wird auf natürliche Weise verbreitet. Die Aufnahme erfolgt in der Regel durch die Nahrung und die Pflanzensamen werden gut durch Nährstoffe umhüllt mit dem Kot wieder ausgeschieden. Durch die Hufen des Schafes sind viele kleine offene Stellen im Erdreich entstanden. Hier findet der Same gute Bedingungen für einen guten Wachstum. So entstehen auf natürliche Weise artenreiche bunte Blumenwiesen.
  • reduzieren sich vermooste Flächen. Durch die Schaffußform werden Moose aufgebrochen und in das Erdreich eingearbeitet. Auf der Unterseite von Moosen entsteht Erde. Wenn diese in einen kargen steinigen Untergrund durch die Fuße eingearbeitet wird, entsteht die Möglichkeit für neuen Lebensraum von Pflanzen.
  • steigert sich die Insektenvielfalt. Dadurch, dass Schafe auf den Weiden selektiv und partiell die Wiese abgrasen, bleiben im Gegensatz zum schnellen vollflächigen mähen mit Maschinen Lebensräume für Insekten erhalten. Die Insekten haben die Möglichkeit weiter Nahrung und Lebensraum zu finden – auch selbst dann wenn die Pflanze durch das Schaf gegessen wurde – weil nebenan gibt es weitere Pflanzen, die das Schaf verschont hat. So zeichnen sich Schafweiden durch eine hohe Anzahl von Wildbienen, Schmetterlingen oder andere Insekten aus. Auch Bienen und Wildbienen spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Obst und Gemüse. Diese brauchen das ganze Jahr Nahrung. Dies wird durch die Blütenvielfalt auf diesen Flächen erreicht. So bleibt wichtiges Nahrungangebot für die Insekten erhalten und eine Bestäubung im Folgejahr ist sichergestellt.
  • werden Kleinlebewesen auf den Wiesen geschützt. Durch maschinelles Mähen in hohen Geschwindigkeiten und schwer einsehbaren Feldern, fallen viele Kleintiere wie Rehkitze, Hasen aber auch Ringelnattern o.ä. dem Mähvorgang zum Opfer. Inzwischen werden hier auch mit technischer Unterstützung von Drohnen die Tiere teilweise geschützt. Aber ein Restrisiko bleibt für die Tiere. Das Stressmoment bleibt.
  • lassen sich besonders schwierige Flächen pflegen, die mit Maschinen nur schwer bis gar nicht zugänglich sind z.B. auf Ihrer Steigung oder durch die Durchmischung mit hartem Steingut. Dies sind im wesentlichen Hanglagen, wo fahrzeugbetriebene Mäher wie beispielsweise einem Balkenmäher gerne umkippen oder Gelände das mit Freischneidern mit hohem Personalaufwand und unergonischer Arbeitsweise beispielsweise mit einem Freischneider freigehalten werden. Eine Beweidung reduziert Materialverschleiß an Freischneidern gerade im steinigen Gelände. Sind solche Flächen in der Nähe von Gebäuden oder Wäldern, geht gerade von diesen Flächen im Dürreperioden wie im Spätsommer ein Brandrisiko aus. Die Beweidung mit den Tieren trägt zu einer Reduktion der Brandlast und der Reduktion eines unkontrollierten Abbrandes bei.
  • sind nachhaltige Symbiosen in der Energiewende möglich. Die Module in Freiflächenphotovoltaikanlagen sind häufig aufgrund der Statik und des Winddruckes niedrig gehalten. Ein Freihalten der Flächen unterhalb ist nur mit großem Personaleinsatz mit Freischneidern möglich. Dadurch erhöht sich auch das Risiko von aufgewirbelten Steinchen und damit Beschädigungen der Module durch Steinschlag. Ebenso kommt es zu Staubaufwirbelungen und Ablagerung auf den Modulen, was eine erhöhter Reinigungsaufwand nach sich zieht. Gleichzeitig ist eine Pflege der Fläche unter den Modulen gewünscht, um Verbuschung und damit Verschattung vorzubeugen. Durch den Einsatz von Schafen in Freiflächen-Photovoltaikanlagen können Abstriche im Landschaftbild wieder ausgeglichen werden. Die Symbiose von Technik und Natur erhöht zudem die Akzeptanz von regenerativem Strom, da die Verschwendung von Grünland relativiert wird. Die Module dienen den Schafen gleichzeitig Schutz vor starker Sonneneinstrahlung oder Regen.
  • wird das Erdreich durch die Schaffüße verdichtet und Bodenerrossion vermieden. Schafffüße sind ideale Bodenverdichter. Das kann man nicht nur durch den Einsatz auf den Deichen am Meer erkennen, sondern auch an Großbaustellen. Dort kommen sogenannte Schafffußwalzen zum Einsatz. Das sind große Baugeräte die das Erdreich nach Vorbild der Schafffuße verdichten. Diese kommen aber gerade auch an Steilllagen und feuchter Witterungslage gerne an ihre technischen Grenzen. So kann auch der Einsatz von tiefwurzelnden Pflanzen mit in der Regel hoher Phosphatbindung reduzieren.
  • wird das Risiko an Borelien zu erkranken reduziert. Flächen, die durch Wiederkäuer beweidet werden, weisen einen deutlich geringeren Bestand an Zecken auf. Das mag möglicherweise mit der Bewuchshöhe zusammenhängen. Aber besonders interessant ist hierbei aber, dass die restlichen Zecken deutlich seltener das Boreliose-Bakterium in sich tragen im Vergleich zu Zecken auf anderen Flächen. Wie das Zustande kommt, ist gerade noch am Erforschen. Unter Umständen ist es ein Ansatzpunkt für zukünftige medizinische Therapien. Bericht des Deutschlandfunks.
  • steigert sich die Schönheit des Landschaftsbildes. Natürliche Weidetierhaltung ist aufgrund erhöhter Aufwände deutlich rückläufig. Dadurch sind auch seltener Weidetiere auf den Wiesen zu sehen. So stellen Weidetiere in offener Flur schon eine Attraktion und Abwechslung dar. Was wäre eine Wanderung in der Natur, ohne Tieren zu begegnen? Sicherlich weiterhin gesundheitsfördernd, aber vielleicht weniger reizvoll und abwechselnd.

Haben Sie Interesse an einer Beweidung durch Schafen, setzen Sie sich hierzu gerne mit uns in Verbindung. Gerne prüfen wir, ob eine Beweidung möglich ist und unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot. Anfragen richten Sie bitte per Mail an worksheep@gmx.de